Badische Anilin & Soda Fabrik AG, Ludwigshafen am Rhein

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Art.Nr.: 1102
Badische Anilin & Soda Fabrik AG, Ludwigshafen am Rhein

Aktie 50 DM, Ludwigshafen am Rhein, April 1971

In den Nachkriegsjahren wurde die Produktion im Ludwigshafener Werk unter französischer Kontrolle langsam wieder aufgenommen. 1952 – nach der Neugründung als Badische Anilin- & Soda-Fabrik Aktiengesellschaft im Januar mit einem Nominalkapital von 100.000 Deutsche Mark - war bis in die Mitte der 1950er Jahre noch offen, ob die deutschen Alternativen zur Petrochemie, beispielsweise das Reppe-Verfahren der BASF mit Karbid und Acetylen, konkurrenzfähig bleiben würden. Es zeichnete sich aber bereits ein Trend zur Herstellung von Kunststoffprodukten ab. Bereits 1951 wurde im Werk Ludwigshafen das Styropor (Schaumpolystyrol), das als Isoliermaterial im Bau und in der Verpackungstechnik häufig Verwendung findet, entwickelt. Außerdem produzierte die BASF das PA 6 Perlon (von den I.G. Farben entwickelt) bzw. Nylon (PA 6.6 1935 von DuPont entwickelt), Polyethylen und Polyvinylchlorid. 1952 schloss die BASF mit Shell ein Abkommen zum Bau der Rheinischen Olefinwerke (ROW, später fusioniert zur Basell) in Wesseling, die ab 1955 die Produktion aufnahm. In den 1950er und 1960er Jahren begann die BASF mit dem systematischen Aufbau von Produktionsstätten im Ausland. So entstanden Anlagen im europäischen Ausland (vor allem in Frankreich, Belgien, Großbritannien und Spanien), Amerika (vor allem Vereinigte Staaten, aber auch in Mexiko, Argentinien und Brasilien) sowie in Japan und Australien. Einen Schwerpunkt bildete hierbei der Produktionsstandort Antwerpen in Belgien, der zum zweitgrößten europäischen Standort des Unternehmens wurde. In Texas, USA, wurde die Dow Badische Chemical Company als Gemeinschaftsunternehmen mit Dow Chemical gegründet. Von 1954 bis 1957 wurde auf dem Gelände des Werks Ludwigshafen das Friedrich-Engelhorn-Hochhaus, die neue Verwaltungszentrale der BASF, errichtet. Ab Mitte der 1960er Jahre war das Unternehmen bestrebt, seine Produktionspalette verstärkt um verbrauchernahe und höherveredelte Erzeugnisse zu erweitern. Hierzu wurde 1965 mit der Glasurit-Werke M. Winkelmann AG eines der größten Unternehmen der europäischen Lackindustrie übernommen. Der Bereich Lacke (heute BASF Coatings AG) wurde 1967 durch die Dr. Beck & Co. AG, Spezialist für Isolierlacke und Isolationswerkstoffe für die Elektroindustrie, und 1968 durch eine Mehrheitsbeteiligung an der Herbol-Werke Herbig Haarhaus AG ergänzt. Ein weiterer endverbrauchernaher Bereich wurde 1966 durch die Eröffnung der Magnetbandfabrik in Willstätt bei Kehl erschlossen. Hier wurden von nun an Audio- und Video-Kassetten, Speichermedien für die EDV sowie Druckplatten für das graphische Gewerbe hergestellt. 1965 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 4,05 Milliarden DM und beschäftigte 56.000 Mitarbeiter. Zusätzlich begann die BASF mit dem Aufbau eines eigenen Pharmabereichs. Zuvor war das Unternehmen nur als Lieferant von Vorprodukten für die pharmazeutische Industrie tätig. 1968 erwarb sie die Nordmark-Werke GmbH in Hamburg (das 1927 gegründete Unternehmen produziert Medikamente gegen Störungen des Zentralnervensystems, Blut-, Herz- und Kreislaufveränderungen und Infektionskrankheiten). 1969 übernahm die BASF die Wintershall AG aus Kassel (Umsatz 1965: 1,24 Milliarden DM), und sicherte somit ihre inländische Rohstoffversorgung ab. 1970 wurden die Produktionsstätten der Wintershall AG mit der Salzdetfurth AG und der Burbach-Kaliwerke AG in die neu gegründete Kali und Salz GmbH in Kassel eingebracht, an der die BASF fortan die Aktienmehrheit hielt. Zudem erwarb sie zur Stärkung des USA-Geschäfts die Wyandotte Chemicals Corporation aus Wyandotte, Michigan (USA), einen bedeutenden Hersteller der chemischen Grundprodukte Ethylen- und Propylenoxid sowie von Polyurethan. 1970 wurde zusammen mit Degussa in dem Gemeinschaftsunternehmen Ultraform GmbH die Produktion von Acetal-Copolymerisat aufgenommen. ( Wikipedia )

Diesen Artikel haben wir am Freitag, 18. Oktober 2013 in unseren Katalog aufgenommen.

 
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